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 Artsteckbriefe

Autor  dieses Artsteckbriefes:  Jürgen Hensle

Leptotes pirithous  (Linnaeus, 1767)

 

Kleiner Wanderbläuling

©  Mario Finkel

2004

 

Migrations-Typ/Arealerweiterer

Autor: Jürgen Hensle

Der Langgeschwänzte Bläuling ist ein Binnenwanderer mit ausgeprägtem Wanderverhalten. Er erreicht von seiner afrikanischen Urheimat südlich der Sahara aus fast alljährlich den Mittelmeerraum. Nach Mittel- und Westeuropa wandert er noch weit seltener ein als der Große Wanderbläuling (Lampides boeticus).

Anmerkungen zur Verbreitung

Autor: Jürgen Hensle

Der Langgeschwänzte Bläuling, auch Kleiner Wanderbläuling genannt, ist in den Tropen und Subtropen von der Sahelzone bis nach Indien verbreitet. Als Wanderfalter tritt sie zudem im Mittel- und Schwarzmeerraum und im Mittleren Osten auf. Nur sehr selten erreichen einzelne Falter auch einmal die Alpennordseite.

Bestimmungshilfe

Autor: Jürgen Hensle

In Europa kann der Langgeschwänzte Bläuling fast nur mit dem Großen Wanderbläuling (Lampides boeticusverwechselt werden. Dieser hat auf der Unterseite ein gleichmäßigeres Streifenmuster und ist meist - nicht immer - größer.

Lediglich in Südspanien tritt sehr lokal auch noch eine zweite ähnliche Art, Azanus jesous, auf. Diese hat keine Schwänzchen an den Hinterflügeln, eine schwächere Streifenzeichnung, die viel weniger als beim Langgeschwänzten Bläuling auf die Flügel-Oberseite durchschlägt und zudem mehrere schwarze, nicht orange umrandete Punkte auf der Hinterflügel-Unterseite.

Ähnliche Arten

Autor: Jürgen Hensle

Großer Wanderbläuling (Lampides boeticus), Azanus jesous.

Biologie

Autor: Jürgen Hensle

Der Langgeschwänzte Bläuling kann nur ausnahmsweise einmal im südlichen Mittelmeerraum einen besonders milden Winter überstehen und dann das ganze Jahr über angetroffen werden. Meist erscheinen sie dort jedoch erst nach beginnender Einwanderung, frühestens Ende März oder im April. Die Flugzeit dauert bis in den Oktober, wobei mehrere sich überschneidende Generationen ausgebildet werden. Von Generation zu Generation wird die Art häufiger, ist also am zahlreichsten im Herbst anzutreffen. Die Raupe lebt in den Blüten einer Vielzahl von Pflanzen.

Habitat / Lebensraum

Autor: Jürgen Hensle

Die Falter fliegen überall im offenen Gelände, vorzugsweise in niedereren Lagen und auch in Ortschaften. Wandernde Falter kann man jedoch bis in die höchsten Gebirgslagen beobachten.

Zu dieser Art

Trivialnamen

deu

Kleiner Wanderbläuling