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 Artsteckbriefe

Autor  dieses Artsteckbriefes:  Jürgen Hensle

Lycaena phlaeas  (Linnaeus, 1761)

 

Lacaena phlaeas

©  Angela Wolf

2007

 

Migrations-Typ/Arealerweiterer

Autor: Jürgen Hensle

Der Kleine Feuerfalter zählt zu den Binnenwanderern, da er innerhalb seines ausgedehnten Verbreitungsgebietes gelegentlich zielgerichtete Wanderungen unternimmt. Sein Wanderverhalten ist wahrscheinlich nicht sehr ausgeprägt. Über Art und Umfang seiner Wanderungen ist kaum etwas bekannt. Jedoch soll die Art in der Nordschweiz nicht heimisch sein, aber in starken Flugjahren zuwandern.

Anmerkungen zur Verbreitung

Autor: Jürgen Hensle

Diese Art ist von den Kanarischen Inseln und Marokko bis Äthiopien und Japan verbreitet. Außerdem kommt er im Nordosten Amerikas vor. In Europa fehlt der Kleine Feuerfalter nur auf Island, ist ansonsten aus jedem anderen Land, von Malta bis Lappland bekannt.

Bestimmungshilfe

Autor: Jürgen Hensle

Der Kleine Feuerfalter kann mit einer Reihe anderer Arten verwechselt werden. So mit dem Weibchen des Großen Feuerfalters (Lycaena dispar). Er ist jedoch kleiner und seine Vorderflügel laufen spitzer zu. Gegenüber dem Violetten Feuerfalter (Lycaena alciphron) fehlt ihm dessen violetter Schimmer. Auch das Weibchen des Lilagoldfalters (Lycaena hippothoe) ist ähnlich, aber stärker dunkel überhaucht. Dies gilt auch für das Weibchen des Braunen Feuerfalters (Lycaena tityrus), das zudem durch seine gelbgraue Unterseite auffällt.

Ähnliche Arten

Autor: Jürgen Hensle

Großer Feuerfalter (Lycaena dispar), Violetter Feuerfalter (Lycaena alciphron), Lilagoldfalter (Lycaena hippothoe), Brauner Feuerfalter (Lycaena tityrus).

Biologie

Autor: Jürgen Hensle

Die Flugzeit dauert in warmen Regionen Mitteleuropas von Ende März bis Anfang November, in kühleren ist sie entsprechend kürzer. Die Art kann drei bis vier, sich stark überschneidende Generationen ausbilden, selbst in Südschweden sind es noch meist drei Generationen, die von Anfang Mai bis Anfang Oktober fliegen.
Die Raupe entwickelt sich an verschiedenen Sauerampfer-Arten (Rumex), nicht jedoch an den oxalatarmen, nicht sauren höherwüchsigen Ampferarten. Die Raupe überwintert, jedoch ohne Diapause. Daher kann man ganz vereinzelt zu früh geschlüpfte Falter auch in längeren winterlichen Wärmeperioden beobachten.

Habitat / Lebensraum

Autor: Jürgen Hensle

Der Kleine Feuerfalter ist in erster Linie ein Bewohner trockener Wiesen mit lückigem Bewuchs. Er kann auch an kiesigen Stellen in feuchten Wiesen, in Küstendünen und auf Waldlichtungen vorkommen. Wichtig ist für ihn nur das Vorhandensein der Raupenfutterpflanzen, verschiedener Sauerampfer-Arten (Rumex). Er steigt im Gebirge bis etwa zur Waldgrenze, hält sich jedoch vorzugsweise in tieferen Lagen auf.

Zu dieser Art

Trivialnamen

deu

Feuerfalter

deu

Kleiner Feuerfalter

fra

Cuivré commun