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 Artsteckbriefe

Autor  dieses Artsteckbriefes:  Jürgen Hensle

Issoria lathonia  (Linnaeus, 1758)

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Kleiner perlmutterfalter

©  Angela Wolf

2008

Kleiner Perlmutterfalter

©  Angela Wolf

2008

Schirgiswalde / Sachsen. 14.9.2003 CANON D30

Kleiner Perlmutterfalter

©  Norbert Hirneisen

2003

 

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Schirgiswalde / Sachsen. 14.9.2003 CANON D30

Kleiner Perlmutterfalter

©  Norbert Hirneisen

2003

Migrations-Typ/Arealerweiterer

Autor: Jürgen Hensle

Der Kleine Perlmuttfalter ist der klassische Binnenwanderer schlechthin. Dort, wo Ackerland brach fällt und kurzzeitig von dichten Beständen des Ackerstiefmütterchens überwuchert wird, wird er sich sehr bald einfinden und eine Generation nach der anderen erzeugen. Solche Ödlandflächen sind sehr kurzlebig. Schon bald wird das Ackerstiefmütterchen von anderen, höherwüchsigen Pflanzen überwuchert. Dann verschwindet der Kleine Perlmuttfalter ebenso schnell wieder, wie er gekommen ist. Seine Wanderungen werden kaum je beobachtet. Er ist einfach plötzlich da, vermehrt sich in günstigen Lebensräumen explosionsartig und zieht unauffällig weiter.

Bestimmungshilfe

Autor: Jürgen Hensle

Der Kleine Perlmuttfalter sieht den anderen Perlmuttfalterarten recht ähnlich. Die Größe ist kein sicherer Hinweis, es gibt auch noch kleinere Arten. Die großen, kantigen Perlmuttflecken auf der Unterseite der Hinterflügel sind jedoch nur ihm zu eigen. Auch die etwas kantige Flügelform ist typisch für diesen Falter.

Ähnliche Arten

Autor: Jürgen Hensle

Feuriger Perlmuttfalter (Argynnis adippe), Mittlerer Perlmuttfalter (Argynnis niobe) Braunfleckiger Perlmutterfalter (Boloria selene) Silberfleck-Perlmuttfalter (Boloria euphrosyne) Magerrasen-Perlmuttfalter (Boloria dia) und andere Perlmuttfalterarten.

Biologie

Autor: Jürgen Hensle

Die Hauptfutterpflanze der Raupe ist das Ackerstiefmütterchen (Viola arvensis), das vor allem auf Brachfeldern häufig vorkommt. In den Küstendünen lebt die Raupe aber auch am Echten Stiefmütterchen (Viola tricolor) und im Gebirge an mehreren anderen lokal vorkommenden Stiefmütterchen-Arten. In den Vogesen z. B. am Vogesen-Stiefmütterchen (Viola lutea). Ganz vereinzelt werden offenbar auch Veilchen-Arten (Viola) angenommen. Es überwintert die halb bis ganz erwachsene Raupe oder die Puppe. Je nachdem welches Stadium überwintert hat, erscheint der Falter zwischen März und Juni; die 1. Generation ist jedoch meist recht selten. Bis zum Herbst hin kann die Anzahl der Tiere an günstigen Fundorten aber rapide ansteigen. Je nach lokalem Klima können in Mitteleuropa bis zu vier Generationen ausgebildet werden, wobei die letzten Falter bei milder Witterung zuweilen noch Anfang November fliegen.

Habitat / Lebensraum

Autor: Jürgen Hensle

Ursprünglich zuhause ist der Kleine Perlmuttfalter in den Küstendünen der Meeresgebiete und auf trockenen Wiesen und Weiden im Gebirge (z. B. Vogesen, Wallis, Tessin, Graubünden, Südtirol). In den Alpen steigt der Falter bis auf ca. 2500 m ü. NN, wandernde Tiere auch noch darüber. In Südeuropa und in den Zentralalpen findet sich diese Art auch in Felsensteppen der tieferen Lagen. Und in Mitteleuropa kommt er als Kulturfolger auch auf allerlei anderen trockenen und - seltener - feuchten Wiesen vor.

Zu dieser Art

Trivialnamen

deu

Kleiner Perlmutterfalter

fra

Petit nacré