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 Artsteckbriefe

Autoren  dieses Artsteckbriefes:  Jürgen Hensle ,  Christine Puehringer

Aglais urticae  (Linnaeus, 1758)

weitere Bilder

30.05.2003. Canon D30 + Vivitar Macro.

Aglais urticae

©  Norbert Hirneisen

2003

30.05.2003. Canon D30 + Vivitar Macro.

Aglais urticae

©  Norbert Hirneisen

2003

30.05.2003. Canon D30 + Vivitar Macro.

Aglais urticae

©  Norbert Hirneisen

2003

 

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Unterseite, Weibchen.

Kleiner Fuchs

©  Horst Rötschke

2003

Bestimmungshilfe

Autor: Jürgen Hensle

Der Kleine Fuchs kann in Westeuropa vor allem mit dem Großen Fuchs verwechselt werden. Wie der Name schon sagt, ist jener deutlich größer und trägt auf der Oberseite der Hinterflügel einen deutlich geringeren Anteil dunkler Zeichnung. Weitere Unterscheidungsmerkmale siehe im Steckbrief des Großen Fuchses. Im östlichen Mitteleuropa und in Osteuropa kann er auch noch mit dem Östlichen Großen Fuchs (Nymphalis xanthomelas), der "unserem" Großen Fuchs sehr ähnelt und dem Weißen L (Nymphalis vau-album) verwechselt werden. Letzterer hat einen stärker gezackten Flügel-Außenrand, eine hellere Hinterflügel-Unterseite und einen weißen Fleck auch am oberen Rand der Hinterflügel. Zudem kennzeichnet diese Art ein kleines, weißes L- oder J-förmiges Zeichen im Zentrum der Hinterflügel-Unterseite (Name!).

Im Gebirge, etwa zwischen 1000 und 2500 m ü. NN, ist die Grundfarbe der Flügel des Kleinen Fuchses leuchtender Orangerot. Noch weiter oben, an der Obergrenze der ständigen Verbreitung, wird die Grundfarbe dann leuchtend Dunkelrot. Dies dürfte eine Anpassung an die dort intensivere UV-Strahlung sein. Sieht man solche Tiere im Tiefland, ist dies ein eindeutiger Beweis für eine erfolgte Zuwanderung.

Ähnliche Arten

Autor: Jürgen Hensle

Großer Fuchs (Nymphalis polychloros), Östlicher Großer Fuchs (Nymphalis xanthomelas), Weißes L (Nymphalis vau-album)

Biologie

Autor: Jürgen Hensle

Der Falter überwintert und erscheint im zeitigen Frühjahr als einer der ersten Tagfalter. Je nach Witterung und lokalem Klima können die Überwinterer bis in den Juni hinein beobachtet werden, vereinzelt sogar noch länger. Da seine Weibchen wesentlich früher mit der Eiablage beginnen, als die des Tagpfauenauges - in warmen Lagen oftmals bereits im März - erscheint die 1. Generation in wärmeren Gebieten schon im Mai oder anfangs Juni, die 2. schließt sich dann meist im Juli an. In kälteren Gebieten, z. B. im Gebirge oberhalb der Baumgrenze, wird nur eine ausgebildet. Aber auch in tieferen Lagen ziehen sich einzelne Falter bereits im Juli ins Winterquartier zurück und verlassen es nur teilweise im Spätsommer noch einmal. Ansonsten fliegt der Kleine Fuchs bis in den Oktober hinein, wobei in wärmeren Regionen auch noch eine unvollständige 3. Generation ausgebildet wird. Das Weibchen legt die Eier in Gelegen auf die Blattunterseite von jungen Brennesseln (Urticaspec.). Sehr selten fressen die Raupen auch an Hopfen (Humulus lupulus). Die Raupen leben bis nach der letzten Häutung gesellig. Bei kühler Witterung legt die erwachsene Raupe eine Blattüte, sehr ähnlich der der Admiralraupe an.

Habitat / Lebensraum

Autor: Jürgen Hensle

Falter und Raupen finden sich überall dort, wo Brennesseln in sonniger, offener aber nicht zu heißer Lage wachsen. Der Kleine Fuchs bevorzugt kühl-feuchtes Klima und meidet trocken-heißes. Daher findet man ihn kaum wo in den Tieflagen des Mittelmeerraumes, umso häufiger ist er hingegen in Nordeuropa, in Norddeutschland und den Alpen. Er dürfte die europäische Tagfalterart sein, die am weitesten ins Gebirge steigt. Zwar findet man seine Raupe nur bis in die alpine Stufe, umherstreifende Einzelfalter können jedoch in den Alpen noch weit über 4000 m ü. NN angetroffen werden.

Gefährdung und Schutz

Autor: Christine Puehringer

Der Kleine Fuchs ist nicht gefährdet. Die Puppen werden gerne von Vögeln gefressen, die Raupen nicht. Wahrscheinlich werden sie von ihrer auffälligen Färbung abgeschreckt.

Zu dieser Art

Trivialnamen

deu

Kleiner Fuchs

eng

Mountain Tortoiseshell

eng

Small Tortoiseshell

fin

Nokkosperhonen

fra

Petite tortue

fra

Petite Tourtue

fra

La Petite Tortue

ita

Vanessa dell'ortica

pol

Rusalka pokrzywnik

ron

Vulpea mică

spa

Ortiguera

swe

Nässelfjäril