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 Artsteckbriefe

Autor  dieses Artsteckbriefes:  Jürgen Hensle

Pieris bryoniae  (Hübner, 1806)

Migrations-Typ/Arealerweiterer

Autor: Jürgen Hensle

Über das Wanderverhalten des Bergweißlings ist noch kaum etwas bekannt. Seine Weibchen scheinen grundsätzlich sehr stationär zu sein. Die Männchen hingegen wandern gerne ab, verlassen zumindest ihre Ursprungshabitate, um weit umherzustreifen. So sieht man recht oft einzelne abgewanderte Bergweißlings-Männchen fernab der Gebirge z. B. im Schweizer Mittelland oder in den bayrischen Mittelgebirgen. Diese Falter werden wegen ihrer Ähnlichkeit mit dem Grünaderweißling (Rapsweißling, Pieris napi) oft mit diesem verwechselt. Da sich diese abgewanderten Männchen des Bergweißlings jedoch gerne mit Weibchen des Grünaderweißlings verpaaren, fallen deren Hybrid-Nachkommen, speziell im weiblichen Geschlecht, dem aufmerksamen Beobachter durchaus auf.
Solche Hybriden werden in Südwestdeutschland etwa bis zum Kaiserstuhl, in Bayern deutlich weiter nach Norden, mindestens bis zum Main geunden. Südlich der Alpen sieht man sie jedoch kaum je.
Auch innerhalb der Alpen wandern die Falter. Dies verrät sich in den Nordalpen, von der Nordostschweiz an östlich, durch Weibchen, die die typischen Merkmale der südalpinen Unterarten wolfsbergeriund lorcovicitragen, also deutlich heller gefärbt sind, als dies bei der nordalpinen Unterart bryoniaenormalerweise der Fall ist.

Habitat / Lebensraum

Autor: Jürgen Hensle

Der Bergweißling ist ein Anpassungskünstler. Er bewohnt je nach Region und Höhenlage sehr verschiedene Biotope. Am verbreitetsten ist er auf sonnigen und trockenen Almwiesen der Alpen, der Tatra und der Karpaten, wo er bis zur natürlichen Baumgrenze aufsteigt. Gebietsweise kommt er aber auch inmitten oft sehr dichter Laub- und Nadelwälder vor. So z. B. in den Buchenwäldern des Juras und der Karpaten, in den Tannen- und Fichtenwäldern der Nordalpen oder den Kiefernwäldern der Südostalpen. Hier kann er zuweilen für Tagfalter ganz ungewöhnlich schattige Lebensräume besiedeln, in die kaum ein Lichtstrahl eindringt. Anderswo fliegt er mehr entlang von breiteren Waldwegen oder auf Waldlichtungen. In den bewaldeten Lebensräumen ist seine Höhenverbreitung stark von den klimatischen Verhältnissen abhängig. Im Jura fliegt er ab etwa 800 m ü. NN, in den Ostkarpaten bereits ab 100 m ü. NN.

Zu dieser Art

Trivialnamen

deu

Bergweißling