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 Artsteckbriefe

Autor  dieses Artsteckbriefes:  Jürgen Hensle

Danaus chrysippus  (Linnaeus, 1758)

Migrations-Typ/Arealerweiterer

Autor: Jürgen Hensle

Der Altweltmonarch ist ein Binnenwanderer. Also eine Art, die innerhalb ihres Verbreitungsgebietes zielgerichtet umherwandert und darüber hinaus auch in Gebiete vordringt, in denen sie nicht dauerhaft heimisch werden kann. In Europa sind diese Gebiete in erster Linie der nördliche Mittelmeerraum.

Anmerkungen zur Verbreitung

Autor: Jürgen Hensle

Der Altweltmonarch ist von den Kanarischen Inseln bis Südafrika und Australien verbreitet. Am Nordrand seiner Verbreitung konnte er auf den Kanaren, in Südmarokko und in einigen Küstengebieten des südlichen Mittelmeerraumes von Südspanien bis in die Südtürkei heimisch werden. Weiter nördlich dringt er in manchen Jahren bis ins Rhônedelta vor. Im nördlichen Mittelmeerraum ist er jedoch nur Sommergast.

Bestimmungshilfe

Autor: Jürgen Hensle

Der Altweltmonarch kann mit dem Amerikanischen Monarch (Danaus plexippus) verwechselt werden. Dieser ist meist deutlich größer, hat schwarz gezeichnete Flügeladern und eine nur schwache weiße Zeichnung auf den Vorderflügeln. Auf La Gomera, in Afrika und im Küstenbereich des östlichen Mittelmeeres kann der Altweltmonarch zudem mit dem Weibchen von Hypolimnas misippusverwechselt werden, welches den giftigen Monarch nachahmt. Dieses hat jedoch meist etwas kräftiger dunkel gezeichnete Flügeladern. Zudem fehlen ihm die dunklen Flecken im Zentrum des Hinterflügels, welche den Altweltmonarch auszeichnen.

Ähnliche Arten

Autor: Jürgen Hensle

Amerikanischer Monarch (Danaus plexippus)

Biologie

Autor: Jürgen Hensle

Im Mittelmeerraum wird besonders gerne die Lianen-Schwalbenwurz (Cynanchum acutum) als Eiablagepflanze genutzt. Auf den Kanarischen Inseln hingegen finden sich die Raupen auf den gleichen Seidenpflanzen, an denen auch die des Amerikanischen Monarch fressen. Die Falter haben eine ununterbrochene Generationenfolge. Im Mittelmeerraum findet man sie lediglich im Dezember/Januar meist nicht. Zu dieser Zeit entwickelt sich die Raupe aber langsam weiter.
Wo die Futterpflanze wächst, kann der Falter im Spätsommer und Herbst manchmal in großer Anzahl angetroffen werden. Im Frühjahr ist er meist weniger häufig, da viele Raupen den Winter nicht überleben.

Habitat / Lebensraum

Autor: Jürgen Hensle

Im Mittelmeerraum findet sich der Altweltmonarch vorzugsweise im unmittelbaren Küstenbereich, dort, wo Seidenpflanzen (Asclepiadaceae), die Futterpflanzen seiner Raupen wachsen. Auf den Knarischen Inseln kommen diese Pflanzen verbreiteter vor, sind aber doch auch auf tiefere Lagen beschränkt. Dort findet man den Falter dann auf trockenen, steinigen offen Hängen, in trockenen Bachtälern, sog. Barrancos, sowie in den Gärten und Parks der Städte.

Im Mittelmeerraum und auf den Kanaren kann man einzelne abgewanderte Falter aber auch im Binnenland bzw. im Inselinnern antreffen.

Zu dieser Art

Trivialnamen

ita

Monarca africano