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 Artsteckbriefe

Autoren  dieses Artsteckbriefes:  Jürgen Hensle ,  Erwin Rennwald

Noctua pronuba  Linnaeus, 1758

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Taf. 35 Fig. 4a

Noctua pronuba

©  aus Eckstein (1915)

 

Noctua pronuba

©  Horst Rötschke

2001

Deutschland, Bonn-Mehlem, Lichtfang auf Terrasse.

Noctua pronuba

©  Norbert Hirneisen

2003

 

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Noctua pronuba

©  Horst Rötschke

2001

Noctua pronuba

©  Horst Rötschke

2001

Deutschland, Bonn-Mehlem, Lichtfang auf Terrasse.

Noctua pronuba

©  Norbert Hirneisen

2003

Raupe Hausmutter

©  Angela Wolf

2008

 

©  Horst Rötschke

2002

 

©  Horst Rötschke

2002

 

©  Horst Rötschke

2002

Anmerkungen zur Verbreitung

Autor: Erwin Rennwald

Die Hausmutter fehlt in Europa in keinem Land, selbst auf Island wurde sie nachgewiesen (Karsholt & Razowski 1996). In Süd-, Mittel-, West- und dem südlichen Nordeuropa gehört sie fast überall zu den relativ häufigen Nachtfalter-Arten. Nach Fibiger (1993) fehlt sie in Europa nur im nördlichen Schweden und nördlichen Finnland. Steiner (1998) schreibt zur Gesamtverbreitung: „Ganz Europa einschließlich Island, nordwärts bis Mittelfennoskandien (Einzelfunde noch weiter nördlich), Nordafrika (Kanarische Inseln bis Ägypten), Vorderasien (bis Afghanistan, Nordwestindien), in Russland bis Novosibirsk. In Kanada wurde die Art eingeschleppt ...“. und hat sich mittlerweile über große Teile des nordamerikanischen Kontinents ausgebreitet.

Bestimmungshilfe

Autor: Jürgen Hensle

Es gibt einige verwandte Arten, die jedoch ein breiteres schwarzes Band auf den Hinterflügeln haben oder aber deutlich kleiner sind.

Ähnliche Arten

Autor: Jürgen Hensle

Noctua atlantica, Noctua orbona, Noctua interposita, Noctua comes.

Biologie

Autor: Erwin Rennwald

Aktivität
Die Imagines sind ganz überwiegend nachtaktiv; bei sehr hohen Temperaturen sind die Tiere teilweise auch tagsüber leicht aus der Vegetation aufzuscheuchen, wobei sie einige bis einige Dutzend Meter weit fliegen, um sich wieder zu verstecken.

Flugzeit in Mitteleuropa und ggf. darüber hinaus
Die Flugzeit der Hausmutter reicht in Mitteleuropa von Mitte Mai (innerorts aufgewachsene Tiere fliegen u.U. schon im April) bis Anfang November (nur ausnahmsweise noch später). Dabei werden mehr als 99 % der Individuen in den Monaten Juni, Juli, August und September (meist erste Septemberhälfte) registriert. Wie auch Steiner (1998) vermerkt, gibt es aus Mitteleuropa keinerlei Hinweis auf das Auftreten einer partiellen 2. Generation. Die lange Flugperiode und der oft noch gute Erhaltungszustand der Tiere im September erklärt sich damit, dass die Falter den Sommer über eine ausgeprägte Dormanzperiode einlegen. So erfolgt die Eiablage der Hausmutter hier meist erst ab August. Wahrscheinlich ist die Dormanzphase in Südeuropa noch stärker in die Länge gestreckt, so dass die Flugzeit der ebenfalls nur einen Generation dort von April bis November reicht. Bei den meisten in Mitteleuropa nach Mitte September beobachteten Tieren dürfte es sich um herbstliche Zuwanderer aus dem Süden handeln. Viele Details sind noch kaum geklärt.

Raupenzeit in Mitteleuropa und ggf. darüber hinaus
Die Räupchen schlüpfen schon wenige Tage nach der Eiablage im August und September. Wie auch Steiner (1998) hervorhebt, wachsen sie unterschiedlich rasch heran. Schon ab Anfang Oktober können neben noch sehr kleinen Raupen auch Raupen im letzten Larvalkleid beobachtet werden. Die Raupenentwicklung schreitet den Winter über – an entsprechend milden Tagen – fort. Im Laufe des April, spätestens Anfang Mai, sind dann alle Raupen erwachsen und es kommt zur Verpuppung.

Raupe (Nahrung)
Die Raupen der Hausmutter sind hochgradig polyphag. Da die Raupen überwiegend nachtaktiv sind und sich tagsüber am Boden verstecken, werden vielerlei Pflanzen der Krautschicht genutzt. Steiner (1998) legt hier eine kleine Liste von Freiland-Raupenfraßpflanzen aus Baden-Württemberg vor, die noch erheblich verlängert werden könnte. Eine bestimmte Vorliebe für einzelne Arten oder auch nur eine Pflanzenfamilie ist nicht zu erkennen. Neben diversen Kräutern und Stauden werden nicht selten auch frische Grasspitzen befressen.

Überwinterungsstadium
Überwinterungsstadium ist generell die Raupe (in verschiedenen Larvalstadien), wobei milde Wintertage zu weiterem Wachstum genutzt werden.

Zu dieser Art

Trivialnamen

deu

Hausmutter